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Internationaler Verband der deutschen Kultur

 
Главная Internationaler Verband der deutschen Kultur

Der Internationale Verband der deutschen Kultur (IVDK) ist eine Assoziation gesellschaftlicher Vereinigungen der Russlanddeutschen in Russland. Der IVDK vereinigt Begegnungszentren (BZ) aus vielen Regionen Russlands. Das sind Zentren der deutschen Kultur, national-kulturelle Autonomien, Gesellschaften „Wiedergeburt“, Deutsch-Russische Häuser sowie andere Selbsorganisationen der Russlanddeutschen. Zu den Gemeinschaftsmitgliedern des Verbands gehören auch nationale Organisationen der Deutschen in Weißrussland, Moldau, Usbekistan, Aserbaidschan, Georgien und Estland sowie einige deutsche Gesellschaften in Kirgisien, Kasachstan und in der Ukraine.

Der IVDK vertritt die Interessen der Begegnungszentren auf der föderalen Ebene. Für die Koordinierung ihrer Tätigkeit auf der regionalen Ebene wurden in den Föderalkreisen Russlands zwischenregionale Räte der Begegnungszentren gegründet, die zur Stärkung des Selbstorganisationssystems der Russlanddeutschen beitragen.

Das Hauptziel der Verbandstätigkeit ist die Erhaltung der kulturellen Identität und Gemeinschaft der Russlanddeutschen. Dafür werden Festivals und Tage der deutschen Kultur, Gemäldeausstellungen und Ausstellungen historischer Materialien veranstaltet, Seminare und wissenschaftliche Konferenzen organisiert sowie Bücher, Zeitungen und Zeitschriften zur Geschichte und Kultur der Russlanddeutschen herausgegeben.

Die Tätigkeit des Verbands baut auf den Prinzipien der Demokratie auf. Geleitet wird er vom Präsidium und vom IVDK-Rat. Das IVDK-Büro ist das Ausführungsorgan. Vorsitzender des IVDK ist seit der Gründung Heinrich Martens.

Aus der Geschichte des IVDK

Der IVDK wurde als Verband zur Förderung der Kultur der Deutschen in der Sowjetunion auf einer konstituierenden Konferenz gegründet, die in Moskau am 28. Juni 1991 stattfand (den heutigen Namen trägt die Organisation seit September 1991). Der IVDK ist zurzeit also die älteste gesellschaftliche Vereinigung der Deutschen Russlands auf dem föderalen Niveau.

In der Konferenz wurde das Statut angenommen, wo Ziele und Aufgaben des Verbands ihren Niederschlag fanden:

  • Vertretung und Verteidigung der Rechte und der gesetzlichen Interessen des Verbands und seiner Mitglieder in den Organen der Staatsgewalt, in den örtlichen Verwaltungsorganen und in den gesellschaftlichen Organisationen;
  • konsultative, finanzielle und informelle Hilfeleistung für die Verbandsmitglieder
  • Zusammenarbeit mit den Staatsorganen und –organisationen, mit den gesellschaftlichen Organisationen in Russland und im Ausland bei der Lösung der Fragen zur Verbandstätigkeit;
  • Förderung von Kontaktaufnahme und Entwicklung der Beziehungen mit verschiedenen Organisationen Deutschlands und mit den deutschen Minderheiten in anderen Ländern;
  • Förderung der Erhaltung und der Popularisierung der historischen und national-kulturellen Nachfolge der Russlanddeutschen, der Wiedergeburt und Entwicklung der Muttersprache und Kultur der Vergangenheit und der Gegenwart;
  • Förderung der Zusammenarbeit der nationalen Intelligenz und Jugend - Schaffung von Bedingungen für die Realisierung ihres intellektuellen und schöpferischen Potentials und ihrer gesellschaftlichen Aktivität in der Gegenwartssituation;
  • Entwicklung der allseitigen Zusammenarbeit mit den gesellschaftlichen Organisationen der Russlanddeutschen;
  • Förderung des Wiederaufbaus und der Erhaltung der kulturgeschichtlichen Denkmäler und Baudenkmäler;
  • Förderung der geistlich-kulturellen Zusammenarbeit mit den religiösen Organisationen und Hilfeleistung bei der Restaurierung ihrer Kultgebäude und Einrichtungen.


In den Jahren 1991–1995 wurde die IVDK-Tätigkeit im Wesentlichen auf die Entwicklung der Kultur- und Aufklärungstätigkeit, auf die Kontaktaufnahme und -entwicklung mit den Staatsorganen Russlands und Deutschlands, auf die Organisation der Projekte zur Entwicklung der Kultur der Russlanddeutschen, auf die Durchführung der wissenschaftlichen Konferenzen, Seminare, Festivals und Tage der deutschen Kultur beschränkt. Im Oktober 1991 organisierte der IVDK das erste Allunionsfestival der deutschen Kultur mit fast 900 Teilnehmern. 1995 wurde mit Unterstützung des IVDK der Verlag „Gotik“ gegründet.

In den Jahren 1996–1997 wurde die Jugend- und Informationsarbeit in den Begegnungszentren, die Schaffung eines Informationsnetzes und die Verlagstätigkeit zu den Schwerpunkten der IVDK-Tätigkeit begonnen. Man führte erste Jugendsprachlager durch und man gab die Sonderausgaben für die Begegnungszentren „Gemeinschaft“ und „Objektiv“ heraus.

Seit 1996 führt der IVDK das Forum der Begegnungszentren der Russlanddeutschen durch, welches das gesellschaftlich-politische und kulturelle Hauptereignis für die Organisationen der Russlanddeutschen ist. Im Jahre 2007 fand das VI. Forum der Begegnungszentren der Russlanddeutschen statt.

1998 wurde die Moskauer Deutsche Zeitung/ Moskowskaja nemezkaja gaseta auf Initiative und mit Unterstützung des IVDK wiedergegründet. (Die erste Moskauer Deutsche Zeitung wurde 1870 gegründet und erschien bis zu Beginn des 1. Weltkrieges. Dann musste sie ihr Erscheinen einstellen; in der Zeit der Sowjetunion wurde sie nicht wieder belebt.)

Seit 2000 gibt der IVDK die Kinderzeitschrift auf Deutsch „Schrumdirum“, Grammatik-Poster für Deutschkurse und andere Lehrmaterialien heraus. Seit 2003 gibt es auch die deutschsprachige Zeitschrift „Schrumdi“ für Kinder, die Zeitschrift „WarumDarum“ für Jugendliche und die Zeitschrift für Deutschlehrer „Deutsch kreativ“.

In den Jahren 19912000 führte der IVDK 20 Festivals und Tage der deutschen Kultur in den 16 Regionen der RF durch. Es wurden 32 Durchgänge von Jugendsprachlagern, 15 wissenschaftspraktische Konferenzen, ca. 550 Konzerte, 37 künstlerische Expositionen und Fotoausstellungen, 2 Arbeitstreffen der Führungskräfte der Organisationen der Russlanddeutschen aus den GUS-Ländern und 73 thematische Seminare für die Leiter und Aktivisten der gesellschaftlichen Organisationen der Russlanddeutschen organisiert.

Der IVDK nahm aktiv an der Gründung und Tätigkeit der gesellschaftlichen Organisationen und Bewegungen der Russlanddeutschen und an der Gründung ihrer gesellschafts-politischen Koordinierungs- und Vereinigungsstruktur teil.

Der IVDK war an allen Sitzungen der zwischenstaatlichen deutsch-russischen Kommission für Probleme der Russlanddeutschen vertreten.

Seit 1997 nimmt der IVDK an der Realisierung des „Breitenarbeit“-Programms, das von der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit GtZ (heute: Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit GiZ) verwirklicht wurde, und des Föderalen Zielprogramms des Präsidenten für die Entwicklung der sozial-wirtschaftlichen und kulturellen Grundlage der Wiedergeburt der Russlanddeutschen in den Jahren 1997 - 2006 teil.

Der IVDK initiierte die Ausarbeitung eines neuen Föderalen Zielprogramms „Entwicklung des sozial-wirtschaftlichen und kulturellen Potentials der Russlanddeutschen in den Jahren 2008–2012“, dessen Konzept Ende August 2007 von der russischen Regierung unterzeichnet wurde. Das Programm sieht die Unterstützung der Kompaktsiedlungen der Russlanddeutschen wie z.B. der deutschen Nationalrayons in Asowo, im Altaj und den Dorfadministrationen an der Wolga vor. Die Mittel werden teilweise für die Realisierung solcher Projekte genutzt, die zum Erhalt der kulturellen Identität der Russlanddeutschen beitragen. Auf diese Weise sind die vom russischen Staat gegebenen Mittel eine wesentliche Unterstützung für die weitere Tätigkeit der gesellschaftlichen Organisationen der Russlanddeutschen.

Heutzutage sieht der IVDK eine wichtige Aufgabe in der Weiterentwicklung der Selbstorganisation der Russlanddeutschen, welche auf gesellschaftlicher Initiative sowie den demokratischen Prinzipien der Selbstverwaltung beruht.

 

 

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