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Auf föderaler Ebene

 

„Russlanddeutsche als Bindeglied zwischen Deutschland und Russland“

Für die Pflege des kulturellen Erbes der Russlanddeutschen, für die Bewahrung ihrer einzigartigen historischen Erfahrungen braucht es die Potentiale aller Russlanddeutschen: Sowohl der 2,3 Mio. Aussiedler in der Bundesrepublik Deutschland als auch der 600.000 Vertreter der deutschen Minderheit in Russland sowie auch der Tausenden in anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion.

Weil die Russlanddeutschen in Deutschland wie in Russland sich zu einer gemeinsamen Identität bekennen, bedarf es der Möglichkeit gemeinschaftlichen Lebens und Wirkens. Aus diesem Bedürfnis heraus sind Partnerschaften zwischen Gliederungen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und Begegnungszentren der Deutschen in Russland entstanden. Die deutsche Bundesregierung wie auch die russische Regierung hat Projekte und Begegnungen dieser Partnerschaften unterstützt.

Die Rechtgrundlage für das gemeinschaftliche Wirken bildet das Partnerschaftsabkommen zwischen dem Internationalen Verband der deutschen Kultur (IVDK), dem Jugendring der Russlanddeutschen und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, das im Rahmen der I. Partnerschaftskonferenz im Mai 2007 in Wiesbaden unterzeichnet wurde. Die Veranstaltung in Wiesbaden setzte sich unter anderem zum Ziel, die russlanddeutschen Vereine und Verbände in die internationale Zusammenarbeit einzubinden sowie durch grenzüberschreitende Projekte und Maßnahmen die Gemeinschaft der Russlanddeutschen zu stärken. Mit der Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens gelang den beteiligten Organisationen der erste Schritt in diese Richtung. „Für uns ist es der erste, aber sehr wichtige Schritt bei unserer künftigen langjährigen gemeinsamen brüderlichen Zusammenarbeit im Interesse der Russlanddeutschen, im Interesse der Länder, deren Staatsbürger wir sind“, betonte in seiner Ansprache in Wiesbaden der Vorsitzende des IVDK, Heinrich Martens.

Auszug aus dem Partnerschaftsabkommen: „Als Dachverbände und zahlenmäßig größte Vertretungen der Russlanddeutschen wollen die Landsmannschaft, der IVDK und der Jugendring ihre Arbeit zugunsten der Volksgruppe gemeinsam gestalten. Ziel ist es, die Partnerschaft zu einem wichtigen inhaltlichen Element der Förderung der Identitätsfindung der Russlanddeutschen, der Integration der Spätaussiedler in Deutschland und der Förderung der deutschen Minderheit in den Herkunftsgebieten werden zu lassen. Die beteiligten Organisationen betrachten die Russlanddeutschen als Bindeglied zwischen Deutschland und Russland. Deshalb ist die Partnerschaft auch ein Mittel zur Festigung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern.“

Bereits fünf Monate nach der Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens, beim 1. Forum der Begegnungszentren der Russlanddeutschen, bekam die erfolgreiche Initiative ihre Fortsetzung. Es wurden mehrere Abkommen abgeschlossen: zwischen der Ortsgruppe der Landsmannschaft in Niedersachsen und dem Zentrum der deutschen Kultur des Gebiets Tjumen, zwischen der Ortsgruppe der Landsmannschaft in Baden-Württemberg und der regionalen gesellschaftlichen Organisation „Kultur- und Aufklärungszentrum der Russlanddeutschen“ in Nischnij Tagil, zwischen der Ortsgruppe der Landsmannschaft in Stuttgart und dem Zentrum der deutschen Kultur „Hoffnung“ in Samara, zwischen der Ortsgruppe der Landsmannschaft in Halle und der National-kulturellen Autonomie der Deutschen der Republik Baschkirien in Ufa, zwischen der Ortsgruppe der Landsmannschaft in Augsburg und dem Zentrum der deutschen Kultur des Gebiets Perm in Solikamsk sowie zwischen der Ortsgruppe der Landsmannschaft in Offenburg und der National-kulturellen Autonomie der Deutschen der Republik Komi in Syktywkar. Im November 2009 wurden im Rahmen der II. Partnerschaftskonferenz in Jaroslawl zehn neue regionale Partnerschaftsabkommen unterzeichnet.

Im Jahre 2009 trat dem trilateralen Partnerschaftsabkommen von 2007 auch der Jugend- und Studentenring der Deutschen aus Russland (JSDR) bei.

Auf dem Foto: (von links) Andrej Rotärmel, Vorsitzender des Jugendring der Russlanddeutschen, Heinrich Martens, Vorsitzender des Internationalen Verbands der deutschen Kultur, Adolf Fetsch, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V.

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