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Arbeit in den Regionen

 
Главная Arbeit in den Regionen

Pilotprojekt

Koordinierung und Organisation der Projektarbeit des Netzwerks russlanddeutscher Begegnungszentren in den Regionen: Zentrale und Nord-Westliche Region, Uralregion, Westsibirien, Ostsibirien und fernem Osten, Wolgaregion und Süd-Westlichen Region.

Die Hauptziele des Pilotprojekts waren bei Start wie folgt:

  1. Stärkung und Entwicklung der Selbstorganisation und Selbstverwaltung der Russlanddeutschen basierend auf der Zusammenarbeit und Kooperation des Netzwerks von Begegnungszentren;
  2. Verbesserung der inhaltlichen Tätigkeit der Begegnungszentren auf der Grundlage  eigener Initiativen der Zentren;
  3. Übernahme zwecks nachfolgender Multiplikation von Erfahrungen des Netzwerks von Begegnungszentren in selbständiger Organisation und Verwaltung der Projektarbeit auf beträchtlichen Territorien;
  4. Prüfung der Fähigkeit des IVDK zur Organisation und Koordinierung der Projektsarbeit des Netzwerks von Begegnungszentren durch Übernahme von der GTZ der Kompetenz ohne Beeinträchtigung der Projektqualität.

      Dabei wurden folgende Aufgaben gestellt: 

  • Intensivierung der Tätigkeit der Regionalen Koordinationsräte (RKR) der BZ auf der Grundlage praktischer Aktivitäten, Steigerung ihrer Kompetenz und Qualität der Arbeit;
  • Erarbeitung praktischer Grundsätze für die Wechselbeziehungen und Zusammenarbeit der Organe der regionalübergreifenden Selbstorganisation und der ins Projekt involvierten einzelnen Begegnungszentren;
  • Entwicklung auf demokratischer Grundlage von Beziehungen im System „IVDK / JdR – RKK der BZ - Begegnungszentren;
  • Erweiterung der konstruktiven Zusammenarbeit von Begegnungszentren verschiedener Ebene mit den Organen der Staatsmacht;
  • Organisation einer rationellen Planung der Tätigkeit der BZ, Ermittlung prioritärer Richtungen ihrer Projektarbeit, Durchführung auf objektiver Basis offener und öffentlicher Wettbewerbe bei der Auswahl der Projekte;
  • Monitoring der Tätigkeit der BZ, Bewertung der verfügbaren Ressourcen, Erfahrungsaustausch über die Organisation und Umsetzung der Projekte;
  • Durchführung einer zweckgebundenen ressourcemäßigen Unterstützung der Begegnungszentren auf der Grundlage objektiver Kriterien;
  • Erarbeitung klarer und deutlicher Normative für die Organisation und Tätigkeit der Begegnungszentren;
  • Organisation eines Systems zur Kontrolle und Berichterstattung bei der Projektumsetzung seitens des IVDK, der RKK der BZ;
  • Erprobung eines Modells für die Interaktion zwischen dem IVDK und der GTZ.

Erwartungen vom Pilotprojekt im Frühjahr 2008 

Das Pilotprojekt „Koordinierung und Organisation der Tätigkeit von Begegnungszentren (BZ) der Russlanddeutschen in der Zentralen Region und in der Region Ural der Russischen Föderation im Jahre 2008“ war mit großen Erwartungen verbunden. Sowohl seine Befürworter als auch diejenigen, die skeptisch gegenüber dem zurzeit entstehenden System der Selbstverwaltung der Russlanddeutschen sind – jeder erwartet etwas anderes.  

„Wir setzen unsere Hoffnungen auf dieses Projekt“, sagt Albina Schenk, Vorsitzende der Organisation der Russlanddeutschen „Natschalo“ (Anfang), Stadt Rjasan. „Das Pilotprojekt ist unsere Reifeprüfung“, so Oleg Straler, Leiter des regionalen Koordinationsrates (RKR) der Begegnungszentren der Region Ural. „Die Tätigkeit der RKR und insbesondere die Umsetzung des Pilotprojektes ist eine Gelegenheit, sich selbst und der deutschen Seite zu beweisen, dass gesellschaftliche Organisationen der Russlanddeutschen in der Lage sind, ihre Politik in der jeweiligen Region selbst zu bestimmen, gemeinsam zu arbeiten, ihre Positionen zu stärken, sich gegenseitig zu unterstützen sowie bei der Umsetzung unserer Ziele nicht nur auf die Ressourcen der deutschen Seite, sondern auch auf regionale und föderale Ressourcen zurückzugreifen.“

In den letzten Jahren ist das Niveau der Tätigkeit der BZ insgesamt deutlich gestiegen. Auch die Organisationsstruktur des Internationalen Verbands der deutschen Kultur (IVDK), unter dessen Federführung sich die BZ befinden, hat sich gebessert. 2007 wurden die RKR ins Leben gerufen, die als demokratische Organe der gesellschaftlichen Selbstverwaltung und Selbstorganisation der deutschen Bevölkerung Russlands konzipiert waren. Angesichts einer qualitativ neuen Situation, die sich wesentlich von der Ende der 90er Jahre unterscheidet, als erste BZ gegründet wurden und die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) fast die gesamte Projektarbeit organisierte, hat sich der IVDK bereit erklärt, die Koordinierung und Organisation der Projekttätigkeit der BZ zu übernehmen. In diesem Jahr wird das Pilotprojekt in der Zentralen Region und in der Region Ural durchgeführt. Sollten die BZ in der Lage sein, die Auswahl der Projekte und deren Umsetzung selbständig und erfolgreich zu meistern, wird diese Erfahrung auch auf andere Regionen der Russischen Föderation, wo es die RKR gibt, übertragen.

„Wir hoffen, dass Projekte jetzt gleichmäßig verteilt werden“, sagt Margarita Schmidt, Vorsitzende der Vereinigung der Deutschen des Gebietes Jaroslawl. Früher durften einige Organisationen bis zu acht Projekte umsetzen, während andere bei der Vergabe eher vernachlässigt wurden und sich mitunter nicht einmal den nötigen Bürobedarf leisten konnten. Wie kann man überhaupt von Erfahrungs- und Potenzialwachstum reden, wenn Organisationen keine Geldmittel für ihre Projekttätigkeit bekommen?

Im Rahmen des Pilotprojektes soll unter anderem am Projekt der Basisunterstützung kleinerer Begegnungszentren gearbeitet werden. Dieses liegt zurzeit dem deutschen Ministerium des Innern vor – wie auch die Vorlage des Pilotprojektes selbst. Absprachen und Abstimmungen sind in vollem Gang. Sollte das Pilotprojekt wie geplant abgesegnet werden, würde dies die Existenz und Arbeit vieler BZ ermöglichen, die heute beinahe vor dem Aus stehen.

„Wir werden von allen Seiten kritisiert“, so Oleg Straler, der als Vorsitzender des RKR der Region Nordural sowohl Hoffnungen als auch Skepsis sich gegenüber verspürt und die Situation insgesamt real einschätzen kann. „Die Leiter der FNKA fühlen sich beleidigt, weil das Pilotprojekt vom IVDK realisiert wird, manche GTZ-Mitarbeiter machen sich Sorgen um ihr eigenes Schicksal, wenn das Projekt weiterlaufen soll. Es gibt sogar solche BZ-Leiter, die sich vom ganzen Geschehen fernhalten und nebenbei bemerken, das Ganze würde sowieso scheitern und es wäre gut so, wie es war. Ohne Überwachung wird also gar nichts gehen. Aber wir kommen trotzdem voran“. Bereits im April sollen Verträge mit den Zentren abgeschlossen werden; nachdem vor einem Monat das föderale Zielprogramm verabschiedet wurde, sollen nun die Finanzierungsmechanismen und die Tätigkeit der RKR optimiert werden. „Nicht zurückblicken, sondern sich immer vorwärts bewegen, in Richtung Selbständigkeit und Selbstverwaltung“, so Straler.

„Der große Durchbruch, den wir erwartet haben, mag vielleicht ausgeblieben sein“, sagt Alexandr Grinenwald. „Aber mit dem Start des Pilotprojektes, mit der Verabschiedung der Wettbewerbsregelung in einer RKR-Sitzung, mit dem Besprechen der Arbeit der Wahlkommission haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht“.

Der IVDK-Vorsitzende Heinrich Martens betont: “Die GTZ beschäftigt sich seit 13 Jahren mit der Projektarbeit, während der IVDK erst seit drei Monaten am Pilotprojekt arbeitet“. Nach seiner Einschätzung könnte die Zuständigkeitsübergabe an IVDK mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen und bis dahin läge die Verantwortung für die Umsetzung des Projektes sowohl bei IVDK als auch bei GTZ. „Bei der Umsetzung des Pilotprojektes betrachten wir die GTZ als Partner“, so Martens. „IVDK wird für die inhaltliche und finanzielle Seite des Projektes zuständig sein, die RKR werden die Wettbewerbsprojekte vor Ort verwirklichen. Aber auf die Beratung und Kontrolle der GTZ können wir natürlich nicht verzichten“. Erste Ergebnisse der Projektumsetzung sollen auf der Tagung der Begegnungszentren im November 2008 besprochen werden.  

Vortrag von Alexader Grinenwald, dem Vorsitzenden des Koordinationsrates der russlanddeutschen Bewegungszentren der Zentralregion Russlands, dem Vorsitzenden der deutschen national-kulturellen Autonomie im Gebiet Tula, zum Thema „Ergebnisse und Perspektiven des Pilotprojektes „Koordinierung und Organisation der Projekttätigkeit der vernetzten Begegnungszentren der Russlanddeutschen in der Zentralen Region und in der Uralregion der Russischen Föderation“ auf der 14. Sitzung der Deutsch-Russischen Regierungskommission und auf dem 7.Forum der russlanddeutschen Begegnungszentren

 

 

 

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